HLA-typisierte Zelllinien

Das menschliche HLA-System (humanes Leukozyten-Antigen-System), allgemein als MHC (major histocompatibility complex) bezeichnet, ist ein stark polymorpher Genkomplex, welcher für eine große Anzahl von unterschiedlichen Zelloberflächenantigenen kodiert, die eine zentrale Rolle im Immunsystem spielen. Das HLA-System teilt sich im Wesentlichen in zwei Gruppen auf: HLA Klasse I (HLA-A,-B,-C) und Klasse II (HLA-DR,-DP,-DQ). HLA-Antigene sind sowohl bei der Abwehr von Fremdantigenen (Infektionen) als auch bei der Kontrolle der immunologischen Identität eines Individuums entscheidend. Es ist das genetische System, welches bereits um 1900 von Paul Ehrlich postuliert wurde, um „Selbst“ von „Nicht-Selbst“ zu unterscheiden, oder anders ausgedrückt, zwischen Toleranz und aktiver Immunabwehr. Heute wissen wir, dass HLA-Antigene das Zusammenspiel zwischen B- und T-Lymphozyten bei der spezifischen Immunabwehr steuern.

In medizinischer Sicht dient das HLA-System der Histokompatibilität bei Organ- und Stammzelltransplantationen. Je ähnlicher die HLA-Systeme von Spender und Empfänger sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Abstoßungsreaktion. Das HLA-System hat aber auch eine wichtige Rolle bei der Tumorabwehr, für immer mehr Krankheiten wird die Rolle des HLA-Systems erkannt, im Besonderen für Autoimmunerkankungen.

CLS hat sich die Aufgabe gestellt, eine große Anzahl von verschiedenen HLA-Haplotypen (der spezifische HLA-Komplex eines Individuums) der medizinischen und immunologischen Forschung zur Verfügung zu stellen. Dies geschieht in Form von HLA-typisierten B-LCL-Linien als auch von verschiedenen humanen Tumorzelllinien.

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